„Geschichten sind überall. Man muss sie nur erkennen.“
Mika Gustavson
Schon fast mein ganzes Leben lang bin ich Leserin. Wie oft habe ich mir anhören müssen, dass ich ja viel Zeit haben muss, wenn ich so viele Bücher verschlinge. Aber es ist doch so: Jeder bestimmt seine Prioritäten selbst. Wenn Menschen meinen, sie müssten Trash-TV gucken, sollen sie das tun. Für mich ist das nichts. Bevor ich den Fernseher starte, greife ich lieber um Reader oder Papierbuch. Das Paradoxe ist: Ich liebe Serien, würde sie aber niemals allein ansehen. Bei der Wahl zwischen Mattscheibe und selbst gelesener Geschichte gewinnt immer das Buch.
Solange ich denken kann, bin ich mit Geschichten umgeben. Als Kind wurde mir vorgelesen und sobald ich es selbst konnte, habe ich erst Bücher in Schreibschrift, dann in Druckschrift gelesen. Mein erstes Buch, das ich selbst gelesen habe und an das ich mich bewusst erinnere, hieß “Feuerschuh und Windsandale” von Ursula Wölfel. Worum es da ging, weiß ich heute nicht mehr, aber ich meine mich zu erinnern, es öfter gelesen zu haben. Die Liebe zu Geschichten wurde mir vermutlich in die Wiege gelegt, denn auch meine Eltern lesen viel. Mir der Zeit hat es sich in die Richtung entwickelt, dass ich in meiner Jugend und bis zur Erfindung von Social Media nur mit Buch in der Hand existiert habe. Jede freie Sekunde musste mit einer Geschichte aufgefüllt werden. Ob es die Fahrt zur Schule oder Arbeit war oder die Werbepause im TV lief, der Griff zum Buch war normal für mich. Kennst du das Buch “Book Love” von Debbie Tung? Das könnte ich geschrieben haben. Mein Mann fragte mich kürzlich, ob ich in Kapiteln leben würde. Kurz verstand ich die Frage nicht, aber dann fiel es mir ein: „Ich muss noch das Kapitel beenden, bevor ich … “ ist einer der Sätze, die bei uns zu Hause am meisten benutzt werden. Vor der Zeit der E-Books war es nicht immer leicht, das aktuelle Buch mitzunehmen, also habe ich mir Geschichten zu Menschen, Orten oder weiß der Kuckuck was ausgedacht. Leider ist mir dieses „exzessive“ Lesen ein wenig abhanden gekommen, aber ich arbeite dran, wieder ich selbst zu werden.
Kennst du die Frage, ob du nur liest oder auch Hörbücher hörst? Gerade auf Social Media sind manche der Meinung, dass vorgelesene Bücher nicht in die Statistik (wenn man eine führt) einfließen dürfen. Für mich ist das unverständlich, denn alles, was Kopfkino in mir auslöst, ist für mich eine Geschichte, die ich als “gelesen” deklariere. Sie wurde ja gelesen, nur nicht von mir. 😉 Das beste Beispiel ist für mich die Weitseher-Reihe von Robin Hobb. Ich habe die gesamte Reihe, immerhin 10 Teile zu je ungefähr 40 Stunden, als Hörbuch gehört, gelesen vom wunderbaren Matthias Lühn. Ich habe mit Fitz mitgelitten, habe mich mit ihm gefreut und all seine großen und kleinen Probleme gefühlt. Es ist nicht so, dass man bei der Reihe vor Spannung umkommt, aber die Autorin hat es raus, Atmosphäre zu schaffen, Charaktere so tief zu zeichnen, dass ich als Leserin denke, ich würde sie persönlich kennen. Nicht selten habe ich von den Figuren geträumt. Und immer wieder dachte ich: Ich will genau das auch können. Ich möchte Menschen verzaubern können, die sich auf mein Buch einlassen und alles daran lieben. Ich will es schaffen, dass Leser eine Gänsehaut bekommen, wenn sie von meinen Büchern erzählen, so wie es mir geht, wenn ich beispielsweise von der Weitseher-Reihe spreche. Falls ich es je schaffen sollte, ist es ein weiter Weg, das weiß ich selbst. Aber ich habe mal gehört, dass man sich große Ziele setzen soll.
Für diesen Blogbeitrag habe ich darüber nachgedacht, was das Lesen oder eher gesagt, was Geschichten für mich bedeuten. Die Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn es ist für mich so viel mehr als nur Entspannung bei der Lektüre. Kennst du das Gefühl, wenn du ein neues Buch beginnst und die Figuren erst nach und nach kennenlernst? Für mich ist es genauso schön, neue Figuren zu entdecken als auch altbekannte Freunde wiederzutreffen. Vor meiner Bloggerzeit habe ich es geliebt, sehr dicke Bücher (ab 600 Seiten aufwärts) oder Reihen zu lesen. Leider hat das Bloggen in gewisser Weise meine Freude am Lesen gedämpft. Ich musste immer mehr und vor allem schneller lesen, um mehrmals in der Woche im gleichen Rhythmus Rezensionen zu veröffentlichen. Es ging dem entgegen, was ich immer gelebt habe: Geschichten leben, statt sie zu konsumieren. Unter anderem aus diesem Grund habe ich aufgehört, einen Blog zu führen. Mit dem Lesen werde ich wahrscheinlich niemals aufhören. Es gibt für mich wenig Schöneres als eine Geschichte, die so geschrieben ist, dass sie bei mir Kopfkino erzeugt. Das ist so viel besser als auf einen Bildschirm zu sehen und von anderen Menschen visualisierte Gedanken zu beobachten. Findest du nicht auch?
Eins muss ich noch loswerden: Lesen ist keine Flucht vor der Realität. Zumindest nicht nur. Natürlich möchte man nach einem besonders üblen Tag einer guten Geschichte versinken, aber es ist so viel mehr als das. Wo sonst kann man so vielfältige Abenteuer erleben, Menschen kennenlernen und Orte besuchen? Und das wann immer man Lust darauf hat. Man muss nicht verreisen, muss nicht mal den Ort verlassen, an dem man gerade ist.
Letztendlich hat mich meine Liebe zu Geschichten hat dazu gebracht, selbst schreiben zu wollen. Als Kind oder Jugendliche habe ich nichts von dem, was sich in meinem Kopf abgespielt hat, aufgeschrieben. Heute bereue ich es. Ich habe zu wenig Schreibpraxis, weil die Storys nur in meinem Kopf lebendig wurden. Für mich ist es oftmals schwer, sie in Worte zu fassen. Aber ich arbeite daran, jeden Tag besser zu werden und bin dankbar für all die Hilfe die ich von Menschen aus der Buchbubble bekomme.
Als ich kürzlich über das Thema Schreiben nachgedacht habe, habe ich Folgendes festgestellt: Schon als Bloggerin habe ich gemerkt, wie gut es mir tut, meine Gedanken, egal welcher Art, aufzuschreiben. Also habe ich erst Kurzgeschichten geschrieben und schließlich angefangen, einen Roman zu schreiben. Geschichten geben mir Ruhe und Entspannung, ganz egal, ob ich sie selbst schreibe oder sie lese. Ich wünsche mir, dass mehr Menschen in dieser unruhigen Welt verstehen, welche Macht Worte haben und dass sie sich überwinden können, mit dem Lesen anzufangen.
Erzähl es mir gern deine Meinung zu dem Thema in den Kommentaren.
Keine Angst, du hast nichts verpasst. Mein Buch ist noch nicht erschienen, aber ich arbeite hart daran. Fast die gesamte freie Zeit an Ostern habe ich mit Überarbeiten verbracht und sehe endlich, dass es absehbar wird, bis dieser Schritt abgeschlossen ist.
Ohne Sichtbarkeit kein Buchverkauf
Es gibt heute ein Thema, über das ich mit dir sprechen möchte und das mich schon seit langer Zeit beschäftigt: Sichtbarkeit. Seit ungefähr fünf Jahren bekomme ich mit, wie viel Einsatz Autoren zeigen müssen, um gesehen zu werden. Das betrifft nicht nur Selfpublisher, auch Autoren, die bei kleinen Verlagen veröffentlichen und auch diejenigen, die noch keinen Bestseller geschrieben haben. Wenn du mich als Bloggerin kennst, weißt du, dass ich seit dem Jahr 2021 sehr viele SP-Bücher gelesen und rezensiert habe und zum größten Teil Selfpublisher im Podcast zu Gast hatte. Ich habe mir zuvor nie so richtig Gedanken darüber gemacht, wie die Bücher zu den Lesern kommen. Über Social Media bin ich nach einiger Zeit in diese Bubble geraten und habe darüber viele Neuerscheinungen mitbekommen. Allerdings liegt es in der Natur der Sache, dass man bei Instagram & Co. nicht alles angezeigt bekommt, das einen interessiert – Stichwort Algorithmus.
Social Media oder nicht?
Ich überlege schon eine Weile, ob ich mich bei Social Media löschen soll, aber im Grunde könnte ich es dann direkt sein lassen, mein Buch zu veröffentlichen. Es gibt im realen Leben kaum Chancen, zu verbreiten, dass ein neues Buch erschienen ist. Also bleibe ich und hoffe, dass ich demnächst Menschen erreichen werde. Eine andere Möglichkeit sehe ich zur Zeit nicht. Ich habe Anfang des Jahres angefangen, bei Mastodon aktiv zu werden. Falls du es nicht kennst: Mastodon wird von unabhängigen Servern verwaltet, die nicht zentralisiert sind. Außerdem gibt es keinen Algorithmus. Du musst dir also mühsam deine Interessen selbst zusammensuchen. Allerdings ist die Stimmung deutlich besser und die User sind um einiges freundlicher.
Leser, die über Bücher sprechen, sind das Wichtigste!
Autoren brauchen Hilfe von Lesern. Vor allem Autoren, die bei kleinen Verlagen veröffentlichen und auch Selfpublisher sind darauf angewiesen, dass Leser über ihr Buch sprechen. Sei es als Instagram/Facebook/was-weiss-ich-Post oder bei TikTok oder in Form einer Rezension. Für diese Autoren ist Sichtbarkeit ein großes Thema, denn sie haben keinen großen Verlag hinter sich, der (wenn man gute Bedingungen ausgehandelt hat) für sie Werbung schaltet, Bücher in Netgalley bereitstellt oder sonstige Marketingaktionen ins Leben ruft. Sie müssen selbst aktiv werden und vor allem müssen sie kreativ werden. Manchmal müssen sie auch Klinken putzen bei Buchhandlungen, Büchereien oder weiß der Kuckuck, wo man noch Bücher loswerden kann – der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
An dieser Stelle kommen die Leser ins Spiel. Mundpropaganda ist und bleibt unschlagbar, um unbekannte Bücher bekannter zu machen. Daher eine Bitte an alle Leser: Redet über die Bücher, die euch gefallen haben. Entweder als Rezension (ich weiß, das traut sich nicht jeder zu), als Story/Post in Instagram oder sogar als Reel, was auch immer euch einfällt. Jede noch so kleine Aufmerksamkeit hilft, denn wenn niemand weiß, dass es das Buch gibt, kann es keiner kaufen. Du glaubst nicht, auf wie viele Bücher ich auf diese Weise aufmerksam gemacht wurde. Probier es einfach aus.
Du kannst dich auch für den Newsletter eines Autoren anmelden (bei meinem musst du nur nach rechts unten scrollen, dann findest du die Eingabemaske). Der Vorteil ist, dass du ausgewählte Informationen schon vor allen anderen bekommst. Es ist auch möglich, bei Entscheidungen zu helfen, wenn der Versender des Newsletters um Hilfe fragt. Noch heute melde ich mich bei anderen Autoren an, um keine Informationen zu verpassen.
Du merkst, das Thema liegt mir sehr am Herzen. Nicht nur, weil es mich zukünftig auch betrifft, sondern vor allem, weil es so viele tolle Geschichten da draußen gibt, die von so wenig Leuten entdecket werden. Ich möchte mal als positives Beispiel Elvira Zeissler nennen. Sie hat es mit ihrer Wortweberin-Reihe geschafft, dass ihre Bücher in diversen Buchläden überall in Deutschland verkauft werden. Und das als Selfpublisherin! Das hat sie unter anderem den Menschen zu verdanken, die anderen von der Reihe erzählt haben.
Schreib mir gerne in den Kommentaren, was du über das Thema denkst.
Ich würde mich freuen, wenn du dich für meinen Newsletter anmeldest oder mir auf Social Media folgest. Hier kannst du mich finden:
Ich sehe gerade, dass ich im Jahr 2026 noch gar kein Lebenszeichen von mir gegeben habe. Das möchte ich jetzt ändern. In den letzten Tagen ist nämlich richtig viel passiert bei mir.
Zunächst habe ich soeben die vorerst letzte Überarbeitungsrunde gestartet. Im April sollen die Testleser das Manuskript bekommen. Mai, Juni, Juli werde ich nutzen um meiner Lektorin und der Korrektorin die überarbeitete Version zu geben. Zeitgleich wird mein Cover erstellt. Darauf bin ich besonders gespannt. Ich habe schon eine vage Idee, wie das Buch aussehen soll, aber ich lasse den Coverdesigner natürlich trotzdem freie Hand.
Für mich ist das alles wahnsinnig aufregend, weil ich ständig zwischen „Ich veröffentliche ein Buch!“ und „Was zur H*** hab ich mir da angetan?“ schwanke. Man hört so oft, dass Leute Bücher schreiben, sie aber nie zu Ende bringen. Warum also sollte ich zu denen gehören, die es schaffen? Mindestens einmal am Tag zweifle ich an mir, an dem Buch oder an der Welt. Das ist normal, sagst du? Ja, habe ich auch gehört. Aber schön ist es trotzdem nicht.
Ich habe eine ganz frische Neuigkeit für dich: Heute ist meine Teilnahme als Ausstellerin bei der RE Buch in Recklinghausen am 26. September 2026 bestätigt worden. Eigentlich wollte ich mein Buch erst zur Buch Berlin einen Monat später veröffentlichen. Ich bin nicht sicher, ob der Zeitdruck gut oder schlecht ist. Erfahrungsgemäß arbeite ich unter Druck besser.
Mehr News gibt´s erst mal nicht. Ich geh mal weiterschreiben.
Mein Jahr 2025 war war ziemlich durchwachsen. Alles in allem war es ein tolles Jahr mit schönen Erlebnissen, neuen Menschen (winkt zu Dani und Ilka) und ich habe es sogar geschafft, mein Manuskript endlich zu beenden. Allerdings mussten wir Murphy gehen lassen, der mit acht Jahren einfach viel zu jung war. Woher seine erhöhten Leberwerte kamen, wissen wir nicht, mir ist es mittlerweile auch egal. Es ist kein Spaß sechs Monate lang für eine kranke Katze da zu sein, daher bewundere ich alle Menschen, die kranke oder alte Menschen pflegen.
Für das Jahr 2026 habe ich mir vorgenommen, es etwas ruhiger angehen zu lassen. Ich habe mich nach Absprache mit meiner Mitgründerin von Flüsternde Seiten zurückgezogen und habe sogar schon jetzt in jedem Monat freie Tage und Wochenenden eingeplant, denn so busy wie jetzt kann es nicht weitergehen. Ich möchte mich aber dieser Seite etwas mehr widmen und dich noch etwas mehr in meine Gedankenwelt mitnehmen. Schon meinen ersten Blog, den ich im Jahr 2012 gestartet habe, konnte ich so gerade eben davon abhalten, zu viel Persönliches von mir preiszugeben. Hier wird es jetzt etwas persönlicher, aber keine Angst, meine intimsten Geheimnisse werde ich natürlich für mich behalten.
Januar
Im gesamten Jahr 2025 habe ich bei ziemlich vielen Workshops und Webinaren zum Thema KI, Journaling, Selfpublishing etc. mitgemacht, weil ich der Meinung war, dass ich immer noch nicht ausreichend Wissen habe, um selbst ein Buch zu veröffentlichen. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich doch schon ziemlich umfangreich informiert habe und somit nur noch wenig Neues erfahren habe. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass es immer Dinge gibt, die schief gehen können und werde aufhören, an diesen Terminen teilzunehmen. Außerdem bin ich seit Januar Mitglied beim Selfpublisher-Verband. Bisher habe ich von den Vorteilen noch nicht so richtig profitieren können, aber ich denke, das wird im nächsten Jahr anders werden. Und DELIA bin ich ebenfalls beigetreten und werde im April an den Delia-Tagen teilnehmen. Da bin ich schon sehr gespannt drauf.
Februar
Im Februar ist gar nicht so wahnsinnig viel passiert. Ich habe erneut an Workshops/Webinaren teilgenommen, mein Manuskript vorangetrieben, Social Media Beiträge erstellt und was man noch so macht, wenn man meint, man hat mehr Zeit als alle anderen Menschen zur Verfügung. Aber auch schöne und entspannende Treffen habe ich gehabt. Unter anderem habe ich ich mit Almuth getroffen und mit ihr die Bücher für unseren Klassiker-Buddyread bis inclusive 2026 abzustimmen. Das Ergebnis siehst du hier:
Außerdem fand das Kick off 2025 der Mörderischen Schwestern statt. Wir haben uns dafür in einem Hotel in Dortmund getroffen und über unsere Projekte gesprochen. Es war eine tolle, aber anstrengende Veranstaltung, die im Jahr 2026 wiederholt wird.
März
Im März war ich als Bloggerin bei der Leipziger Buchmesse. Dieses Mal hatte ich mich entschieden, nur Donnerstag und Freitag aufzutauchen, weil es mir am Wochenende einfach zu voll ist. Die Entscheidung war genau richtig. Ich habe aber für mich festgelegt, dass ich nicht mehr jedes Jahr hinfahren werde, denn mir ist der Trubel einfach viel zu viel. Ich werde ich lieber auf kleinere Messen, die bei mir im Umfeld stattfinden, festlegen. Mit einer Ausnahme – dazu schreibe ich später noch was.
In Leipzig habe ich viele tolle Leute getroffen, zum Teil alte Bekannte, zum Teil Menschen, die ich nur vom Bild aus Social Media kannte und auch neue Menschen. Es ist einfach so schön, Zeit mit Buchmenschen aller Art zu verbringen.
April
Im April habe ich versucht, einen Stammtisch der Mörderischen Schwestern in Essen zu etablieren. Das Unperfekthaus ist für mich immer ein toller Ort, um stundenlang zu sitzen, zu quatschen oder auch kreativ zu sein. Leider hat es nicht geklappt. Die letzten beiden Termine haben gar nicht stattgefunden, so dass ich beschlossen habe, es nicht weiter zu versuchen. Wenn du mal in Essen bist und das Unperfekthaus noch nicht kennst, solltest du auf jeden Fall mal dort vorbeigucken.
Außerdem habe ich im April, wie immer in einer Nacht-und-Nebel-Spontanaktion, diese Website ins Leben gerufen. Eigentlich mit der Intention, ein wenig mehr über mein Buch zu erzählen und dir regelmäßigen Content zu liefern. Leider kam es ganz anders als erwartet. Was statt dessen passiert ist, erzähle ich dir weiter unten.
Mai
Im Mai war ich mehr oder weniger spontan mit der lieben Katja Segin bei der BuchPassion in Bremen. Mit Katja habe ich mit Kunterbunte Bücherreisen schon einen Podcast gemacht. Als ihre Standbegleitung abgesprungen ist, hat sie mich gefragt, ob ich gerne dabei wäre. Natürlich habe ich JA gesagt. Ich habe also zum ersten Mal einen Messetag hinter dem Messestand verbracht. Da wir uns gut verstanden haben, ist der Tag wie im Flug vergangen.
Zum Geburtstag habe ich von meinen lieben Freundinnen meine erste Wohnzimmerlesung geschenkt bekommen. Das Datum ist glücklicherweise nur Platzhalter. Ich finde die Idee total toll, kann mir aber einfach nicht vorstellen, dass ich mal aus meinem eigenen Buch etwas vorlesen werde (an dieser Stelle musst du dir vorstellen, wie mir der kalte Schweiß ausbricht).
Juni
Im Juni habe ich mich um den Anbieter eines Newsletters gekümmert, allerdings habe ich bis gerade eben noch keinen einzigen versendet. Falls du Lust hast, Abonnent zu werden, trag dich gerne ein. Ich werde nicht öfter als einmal im Monat meine News versenden. Starten werde ich noch im Dezember.
Außerdem habe ich im Juni Ilka kennengelernt. Eigentlich wollten wir zusammen schreiben, aber bei unserem ersten Treffen haben wir stundenlang gequatscht. Jetzt tauschen wir uns unter anderem auf WhatsApp aus und wollen gegenseitig unsere überarbeiteten Manuskripte testlesen. Zeitgleich habe ich Dani auf Discord zum ersten Mal getroffen. Unsere sonntäglichen Onlinetreffen sind sehr produktiv, manchmal quatschen wir aber mehr als wir schreiben. Beide bereichern mein Leben sehr und auf unterschiedliche Art.
Juli
Im Juli ist etwas passiert, das unser restliches Jahr überschatten sollte. Unser Kater Murphy hatte stark erhöhte Leber- und Nierenwerte. Anfangs habe ich ständig neben ihm gesessen und ihm gut zugeredet, damit er frisst, zum Ende hin haben wir ihn Tag und Nacht betreuen müssen. Bis eine Woche vor seinem Tod hatten wir noch die Hoffnung, dass es wieder werden könnte. Am 15. Dezember mussten wir ihn einschläfern lassen – mit gerade einmal acht Jahren. Seit Juli habe ich irgendwie versucht, mein Leben auf die Reihe zu bekommen und einen einigermaßen geregelten Tagesablauf zu haben, was schwierig war, weil ich die letzten Monate jede Nacht mehrmals aufstehen musste, weil Murphy essen wollte oder irgendwelche anderen Probleme hatte. Ich werde 2026 nutzen, um wieder etwas mehr Energie zu bekommen.
August
Im August hatte ich die Idee, einen Buchclub in Recklinghausen zu etablieren. Ich habe also eine Anfrage bei nebenan.de gestartet und sogar Rückmeldungen bekommen. Anfang August haben wir uns zum ersten Mal getroffen. Ich kann dir sagen, dass wir ein kleiner, aber bunt gemischter Haufen sind. Es ist schön, auch mal live und in Farbe mit Buchmenschen zu reden. Ich habe immer das Gefühl, davon gibt es hier im Umkreis viel zu wenige. Mit meinen Freundinnen, die ich eigentlich über die Büchereule kennengelernt habe, rede ich über alles, aber nicht über Bücher. Der Buchclub hat schon weitere Treffen in 2026 geplant. Wenn du aus dem Umkreis kommst, komm gerne dazu. Eine Nachricht über Social Media oder hier reicht, ich teile dir dann die Termine und den Ort mit.
September
Anfang September waren wir im Urlaub. Eine Woche Edinburgh. Das war so schön und erholsam. Einfach mal an nichts denken, nichts planen außer: Was essen wir heute?
Außerdem wurde am 10. September die insgesamt vierte Spendenanthologie vom Club der Selfpublisher veröffentlicht. Alle Weihnachtsanthologien heißen „24 Kurzgeschichten zum Advent“ und du kannst sie überall im Buchhandel bekommen. Das Thema in diesem Jahr war „Unvergessliche Geschenke“. Meine Geschichte findest du ziemlich weit vorn, als viertes (das ist der Geburtstag von meinem Dad, daher freue ich mich, dass ich den Tag dieses Jahr auch wieder bekommen habe) und sie heißt „Milenas Reise“.
Ende September war ich auf der Buch Berlin, das erste Mal übrigens. Die Messe ist ja wirklich überschaubar groß, aber ich finde auch, dass es sehr familär dort ist. Aus dem Grund habe ich mich auch schon als Ausstellerin mit dem Club der Selfpublisher für 2026 angemeldet. Mein Ziel ist es, mein Buch bis dahin zu veröffentlichen. Wenn es nicht klappt, habe ich noch einen Plan B in der Hand, doch da ich ja mit dem Club dort bin, werden wir die nächste Anthologie dort vertreten.
Oktober
Im Oktober habe ich mich in der wunderbaren Buchhandlung Kortenkamp in Haltern einschließen lassen. Meine Freundinnen und ich versuchen jedes Jahr einen Termin zu ergattern. Für 2026 haben wir sogar schon zwei Termine bekommen. Das ist immer ein sehr entspannter Abend, außer ich versuche wieder ein glitzerndes Weihnachtsbuch zu finden, das nicht kitschig ist. 😉
Faul war ich die ganze Zeit über allerdings nicht. Ich habe Ende Oktober mein Manuskript beendet und es sogar mit einem Cover als Buch drucken lassen. Das war ein verrücktes Gefühl. Das Buch nutze ich jetzt, um mir Anmerkungen für die Überarbeitung zu machen. Ich fürchte, das wird noch mal sehr viel Arbeit.
November
Der November war ein Reisemonat für mich. Ich habe gemerkt, dass ich in diesem Jahr meinen Kalender überhaupt nicht im Griff hatte. Von vier Wochenenden war ich drei lange Wochenenden unterwegs. Erst mit den Mörderischen Schwestern, dann war ich mit meinen Besten in Papenburg (wie jedes Jahr) und dann war ich noch beim Wellness mit einer anderen lieben Freundin. Ein Gutes hatte es: Ich wollte mein Manuskript ja den November über liegen lassen. Hat geklappt, weil ich sowieso keine Zeit für irgendwas hatte.
Am 8. November hat die Mitgliederversammlung der Mörderischen Schwestern stattgefunden. Das ist immer richtig gut, weil es nicht nur die Versammlung ist, zu der wir uns treffen, sondern wir nehmen auch an Vorträgen teil und knüpfen Kontakte. Dieses Jahr waren wir in Speyer, nächstes Jahr in Berlin, allerdings zum gleichen Termin wie die Buch Berlin, daher werde ich nicht dabei sein.
Dezember
Der Dezember war im Vergleich zu den Vormonaten relativ ruhig. Bis auf die ersten zwei Wochen, in denen es Murphy gar nicht gut ging. Ich habe begonnen, das Manuskript zu überarbeiten und noch einige Lücken gefunden, die ich füllen muss. Anfang Januar werde ich mal einen Plan machen, um die Veröffentlichung grob zu terminieren.
Ausblick 2026
Ich will bis Ende Oktober mein Buch veröffentlichen. Während der Ruhephase (ich nenne sie Reifephase) habe ich noch einige Details in meinem Kopf gefunden, die ich einarbeiten will. Ich hoffe, dass die nächste Zeit etwas entspannter wird und ich genug Zeit und auch Muße habe, am Buch zu arbeiten.
Im April fahre ich zu den DELIA Tagen. Ich bin seit Anfang des Jahres Mitglied und bin dann das erste Mal dabei. Wenn ich mir die Mitglieder so ansehe, kenne ich niemanden persönlich, daher bin ich sehr gespannt, wie viele Kontakte ich dort knüpfen kann.
Die RE Buch findet im nächsten Jahr am 26. September statt. Ich werde auf jeden Fall hingehen, denn es ist ja fast ein Heimspiel für mich. Die Messe findet zwar in Herten statt, aber die Fahrt dauert nur ca. 15 Minuten.
Wie oben schon erwähnt, bin ich im Oktober bei der Buch Berlin. Ich bin sehr gespannt, ob es was mit der Veröffentlichung wird bis dahin. Es liegt ja nicht nur an mir, allerdings habe ich gar keine Erfahrung, wie viel Zeit alles in Anspruch nimmt, daher arbeite ich mal wieder nach dem Learning-by-Doing-Konzept.
Weitere Messen habe ich bisher noch nicht geplant, aber ich denke, dass da noch eine oder zwei dazu kommen. Ich werde mir im Januar mal einen Plan machen, was hier in der Nähe stattfindet und wohin ich fahren möchte oder wo ich ausstellen möchte, wobei das ja eher was für 2027 ist.
Ab jetzt möchte ich dich regelmäßig auf meiner Reise zum ersten eigenen Buch mitnehmen. Ich habe geplant, DKzL im Sommer zu veröffentlichen und möchte ein paar kleine Messen als Aussteller besuchen. Welche das sein werden, weiß ich noch nicht so genau. Das werde ich voraussichtlich im Januar planen.
In der letzten Zeit habe ich schon öfter den Hinweis bekommen, dass ich ein Schreibtagebuch führen soll. Angeblich motiviert es dazu, regelmäßig dranzubleiben. Also habe ich es im Oktober ausprobiert und ich muss sagen, dass ich viel regelmäßiger geschrieben habe, wenn ich mir selbst Bericht erstatten musste. Klingt etwas seltsam, ist aber so. Das werde ich auf jeden Fall fürs Erste beibehalten.
Nachdem ich mir die Folge von Dailyklappentext mit meinem Interview angehört habe, wurde mir klar, dass ich alles völlig falsch angegangen bin. Obwohl ich es besser wusste, habe ich gedacht, dass ich die Superheldin meines Lebens bin und natürlich nicht plotten muss. Immerhin weiß ich ja, was am Anfang, in der Mitte und am Ende passiert. Ich spoiler mal: Es hat natürlich nicht so funktioniert, wie ich es mir gedacht habe.
Ich war schon fertig mit der Rohfassung und wollte zum Überarbeiten übergehen, nur um festzustellen, dass mein grobes Buch langweilig ist. Also habe ich was gemacht? Richtig, geplottet. Nicht bis ins Detail, aber doch schon kapitelweise, allerdings immer, bevor ich das Kapitel geschrieben habe und nicht die ganze Handlung vorab. Im Grunde habe ich noch mal von vorne begonnen. Ein paar Kapitel habe ich übernommen, die grobe Richtung auch.
Mein Ziel für Oktober war: Rohfassung 2.0 fertigstellen. Ob mir das gelungen ist?
Insgesamt habe ich weniger schwer damit getan, regelmäßig dranzublieben. Darauf habe ich jetzt seit ungefähr zehn Monaten gewartet. Ich habe mir vorgenommen, jeden Tag mindestens eine Pomodoro (25 Minuten) zu schreiben. Wenn es mehr wird, ist das super, wenn nicht, dann bleibt es dabei. Falls ich es nicht schaffe, zum Beispiel, wenn ich unterwegs bin, dann ist das nicht schlimm, Hauptsache, ich mache danach einfach weider weiter.
Diesen Monat habe ich beim Clubbooktober vom Club der Selfpublisher mitgemacht und muss sagen, dass es doch ganz schön viel Arbeit ist, für jeden Tag einen Post vorzubereiten und das noch zusätzlich zu den “Standardposts”. Daher ist mir das zwar von der reinen Schreibzeit abgegangen, aber ich kann trotz allem verkünden, dass ich es geschafft habe. Ich habe endlich meine Rohfassung fertig und habe mich diesmal nicht mehr so verloren gefühlt wie beim ersten Versuch.
Ich habe auch festgestellt, dass der Herbst für mich offenbar eine gute Schreibzeit ist. Fast glaube ich, dass der Winter ebenso gut wird. Ich bin richtig im Flow und habe viele Ideen, nach denen ich im Sommer gesucht habe. Nachdem ich das Manuskript fertiggestellt habe, sind mir immer wieder kleine Details eingefallen, die ich in DKzL noch unterbringen will.
Anfang des Monats habe ich mit einer Kurzgeschichte angefangen, die ich bei einer Ausschreibung einreichen wollte. Während des Schreibens sind mir so viele Ideen gekommen, dass ich beschlossen habe, dass es mein nächstes Buchprojekt wird. Es wird ganz anders werden als DKzL und auch kein schweres Thema haben. Was es sein wird, werde ich demnächst hier berichten.
Für den Froschköniginnen-Award habe ich mich dafür gemeldet, eine Geschichte beizusteuern. Das wird mein Projekt für den Beginn des Novembers. Eigentlich hätte ich gerne den NaNoWriMo (den es ja so nicht mehr gibt) mitgemacht, aber ich fürchte, dass ich mit keiner Geschichte so weit sein werde, dass ich “mal eben” 50.000 Wörter schaffen werde.
Alles in allem war der Oktober für mich sehr produktiv und so kann es gerne weitergehen.
Mein Rückblick auf das bisher vergangene 2025 sagt mir, dass ich, was mein Buch angeht, fleißiger hätte sein können. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass auf der Arbeit so viel los war, dass ich erst im ersten Halbjahr etwas zur Ruhe kam.
Generell hat mir 2025 eigentlich ganz gut gefallen, allerdings bin ich immer noch besorgt um unseren Kater. Er hat Leber- und Nierenprobleme und niemand weiß, woher sie kommen. er bekommt aktuell jede Woche Infusionen und Medikamente, was nicht nur für ihn stressig ist. Ich hoffe sehr, dass wir ihn wieder hinbekommen. Aktuell frisst er endlich wieder, aber leider nicht genug, um richtig zuzunehmen. Aus dem 4,5-Kilo-Koloss (Norwegischer Waldkater) ist ein 3,5-Kilo-Klappergerüst geworden. Drück mal die Daumen, dass es bergauf geht. Ich bin ja nicht so die Geduldige.
Jetzt aber zu meiner To-Want-Liste für den Oktober bis Dezember 2025. Ich folge schon seit Jahren Judith Peters und mache immer wieder gerne bei ihren Blogaktionen mit. Im Jahr 2024 habe ich zum ersten Mal eine dieser Listen gemacht, allerdings noch auf dem Bloggeraccount.
Meine Business-Ziele für das 4. Quartal:
Oha, kann ich denn schon Business sagen ohne es umgesetzt zu haben? Ich mache das einfach mal ganz frech. 😉
Oktober: Ich möchte bis zum 31. Oktober die zweite Version meiner Rohfassung beenden. Immerhin wollte ich ja schon in 2025 veröffentlichen, was auf keinen Fall klappen wird. Aber es ist realistisch, dass ich die letzten Kapitel bis Ende des Monats schaffe. Für viel mehr bleibt dann auch keine Zeit mehr, fürchte ich. Vielleicht schaffe ich es noch, eine Kurzgeschichte für eine Anthologie zu schreiben, aber das überlasse ich mal meiner spontanen Laune.
November: Im November möchte ich DKzL liegen lassen und versuchen, alles zu vergessen, damit ich im Dezember nochmals mit der Überarbeitung anfangen kann. Dann werde ich Zeit haben, eine Geschichte für eine Anthologie der Froschkönigin zu schreiben. Aktuell habe ich nur eine ganz vage Idee, die mir aber ganz gut gefällt. Außerdem werde ich mich mit „Plotte deinen Pfad“ vom Write Choice Club beschäftigen. Das wollte ich mir im Oktober nicht auch noch ans Bein binden.
Dezember: Im Dezember möchte ich anfangen, DKzL zu überarbeiten. Ich bin mir jetzt schon einiger Lücken bewusst, die ich angleichen möchte. Ich hoffe, dass mir nicht diesmal wieder auffällt, dass in Kapitel 7 (das letzte Mal war es Kapitel 3) irgendwas nicht passt und ich noch mal so viel in die digitale Mülltonne werfen muss. Ich glaube, damit bin ich dann im Dezember schon ganz gut ausgelastet.
Meine sportlichen Ziele für das 4. Quartal:
Leider ist es so, dass jeglicher Sport bei mir in den letzten Jahren komplett eingeschlafen ist. Ich war für einige Jahre jeden Tag irgendwie aktiv, ob es Yoga war oder walken bzw. laufen oder einfach nur stramm spazieren gehen oder wandern. Ich möchte mich wieder mehr bewegen.
Oktober: Ich habe mich im letzten Monat für einen Präventionskurs angemeldet, der sich mit Hatha-Yoga beschäftigt. Den möchte ich beenden. Ich merke, dass Yoga mir total gut tut und dass ich es öfter machen sollte.
November: Eine Yoga-Routine etablieren wäre ein Traum. Ich hatte sowas mal, aber selbst wenn ich es mir in den Kalender eintrage, schaffe ich es nicht, mich zumindest mal für 20 Minuten aufzuraffen. Das muss doch möglich sein! Hat wer Tipps?
Dezember: Eigentlich würde ich auch gerne wieder anfangen zu laufen. Allerdings ahne ich, dass ich erst mal werden walken müssen. Ich habe ein paar Kilos zugelegt und pruste wie ein Walross, wenn ich joggen würde. Vermutlich würde ich keine hundert Meter schaffen. Also: Einmal in der Woche walken für den Anfang sollte ausreichen.
Meine weiteren Ziele und To-Wants im 4. Quartal:
Oktober: Leider ist es so, dass ich arbeite, ohne Pausen zu machen – nicht jeden Tag, aber schon den Großteil der Tage in der Woche. Das rächt sich am Abend und am Wochenende. Ich bin da immer total platt. Also habe ich mir überlegt, dass ich die Pomodoro-Methode nicht zur Produktivität nutze, sondern für Pausen. Ich werde also den Timer auf 55 Minuten stellen und dann fünf Minuten etwas anderes machen.
November: Im November werde ich viel unterwegs sein. Ich fahre mit Almuth zum Ladies Crime Festival in Speyer, dann bin ich mit den Besten in Papenburg – wie jedes Jahr und anschließend verbringe ich noch ein Wochenende mit einer lieben Freundin irgendwo. Wir sehen uns leider nur noch sporadisch, weil sie so weit weg wohnt mittlerweile. Also haben wir immer ein Wochenende zum Ende des Jahres, das wir gemeinsam verbringen.
Dezember: Ich liebe die Adventszeit, daher möchte ich diese Tage genießen. Unter anderem mit der Spendenanthologie vom Club der Selfpublisher und mit Weihnachtsbüchern. Ich möchte dieses Jahr keinen Jahresendstress haben und auf den letzten Drücker Geschenke kaufen oder noch schnell Dinge erledigen.
Hier war es in der letzten Zeit ganz schön ruhig. Ich habe mir eine kleine Social Media/Blogpause genommen, weil ich so viel um die Ohren hatte, dass ich kaum noch wusste, wie ich meinen Tagesablauf hinbekommen soll. Jetzt hatte ich Urlaub, bin erholt und habe hoffentlich auch eine Zeitplanung, die das tut, was sie soll.
Es gibt sogar einige News:
Am Montag habe ich meinen Kurs „Kreatives Schreiben“ nach über drei Jahren endlich beendet. Wäre ich nicht auf die Idee gekommen, ein Buch schreiben zu wollen, wäre ich schon längst fertig gewesen, aber es sollte wohl nicht sein. Ich muss jetzt ungefähr sechs Wochen warten, dann bekomme ich das Zertifikat von Laudius zugesendet. Es ist ein ganz schön tolles Gefühl zu wissen, dass ich den Batzen bewältigt habe. Immerhin waren es 36 Lernhefte samt Hausaufgaben und eine Abschlussarbeit.
Außerdem wurde genau an dem Tag, an dem ich aus dem Urlaub zurückgeflogen bin, die neue Spendenanthologie vom Club der Selfpublisher veröffentlicht. Dieses Mal habe ich wieder eine Geschichte beisteuern dürfen. Sie heißt „Milenas Reise“. Alle Erlöse werden an das Tierasyl Heimatlos e.V., das sich liebevoll um Tiere in Not kümmert, gespendet. Wenn du Lust auf einen Adventskalender in Form von Geschichten hast, findest du die Anthologie hier: Link zu Amazon *kein Affiliate*.
Ich werde dieses Jahr zum ersten Mal bei der Buch Berlin sein. Am Freitag fahre ich schon los, bin dafür aber nur Samstag auf der Messe. Ich freue mich schon sehr darauf, wen ich dort alles treffen werde. Dieses Jahr fällt die RE Buch allerdings für mich aus, weil ich auf eine Hochzeit eingeladen bin.
Die letzten drei Monate waren für mich gar keine guten Lesemonate. Ich glaube, ich habe das ganze Jahr über höchstens 20 Bücher gelesen. Mittlerweile tracke ich nicht mehr, was ich gelesen habe, weil es mich nicht mehr interessiert, wie viele Seiten ich am Tag schaffe oder wie viele Bücher es insgesamt sind. Aber ich führe noch eine Liste, was ich überhaupt gelesen habe, einfach um mich zurückzuerinnern. Vielleicht werde ich irgendwann mal ein Lesejournal in Erwägung ziehen, aber das überlege ich mir noch.
Wenn du dich fragst, wie es mit DKzL aussieht: Ich habe beim Überarbeiten bemerkt, dass der Plot in sich nicht so richtig stimmig ist und habe noch mal einiges verändert. Jetzt schreibe ich viel neu. Meine Zeitplanung sagt, dass ich bis Ende Oktober das Manuskript in der Neufassung fertig haben will. Dann soll es den November über schlafen und ab Dezember werde ich nochmals überarbeiten. Den neuen Zeitplan werde ich dann Mitte Dezember machen. Noch ist also keine Veröffentlichung in Sicht. Aber ich bleibe dran!
Ende Mai war es soweit: Bis auf zwei Kapitel am Ende hatte ich meine Rohfassung beendet. Das Problem: Ich wusste zwar, wohin ich wollte, fand den Weg dahin aber nicht. Mein Motto ist in dem Zusammenhang „Kommt Zeit, kommt Rat.“, denn gerade was das Schreiben angeht, ist es bei mir so, dass es nur gut läuft, wenn ich mir keinen Stress mache. Zum Beispiel finde ich die besten Ideen unter der Dusche, wenn ich nichts aufschreiben kann. Oder wenn ich auf dem stillen Örtchen sitze. Da habe ich üblicherweise auch nichts zum Schreiben dabei, sollte ich mir aber mal angewöhnen. Ich war also total happy, dass ich es endlich geschafft habe, wusste aber auch, dass die Überarbeitung noch mal sehr viel Zeit und Hirn in Anspruch nimmt.
Dann habe ich zufällig den Überarbeiten-Kurs von der Romanschule entdeckt und dachte mir, es könnte ja nicht schaden, mir anzueignen, wie man am besten Überarbeitet. Ich habe mir vorgestellt, dass ich ein Kapitel nach dem nächsten lese und verbessere. Dann wurde mir klar: Ich weiß gar nicht, wie genau man sein Geschriebenes verbessern soll. Das Handwerkszeug, das ich in den letzten Monaten im Kreativ-Schreiben-Kurs gelernt habe, reicht zwar aus, aber ich war mir nicht so klar darüber, wie man am Besten vorgeht. Also habe ich den Kurs gebucht und bin gerade fleißig dabei, mir die Module anzusehen, die Aufgaben zu bearbeiten und Live-Webinare zu besuchen. Das Gute ist: Es hat mir total viel gebracht, das Schlechte: Ich muss mein Buch gefühlt komplett neu schreiben.
Die Klarheit kam beim ersten Überarbeitungsschritt, der Zusammenfassung der Handlung. Ich habe festgestellt, dass ziemlich am Anfang, schon in Kapitel drei, etwas nicht rund ist. Jetzt muss ich von da an die Handlung anpassen. Gut ist außerdem, dass ich festgestellt habe, dass meine Art zu schreiben sich innerhalb des Buches verändert hat. Anfangs habe ich ziemlich viel erzählt und wenig gezeigt – die übliche Falle eben, dann habe ich auf einmal angefangen zu zeigen. Keine Ahnung, wann und warum das passiert ist. Aber mir zeigt das, dass ich irgendwas begriffen haben muss ohne es aktiv zu bemerken.
Ich bin jetzt noch mal alle Kapitel durchgegangen und habe mir entsprechende Anmerkungen gemacht. Mein Plan ist, dass ich den kompletten Juli für die erste Überarbeitung nutze und mich dann hoffentlich traue, Testleser zu kontaktieren. Ob das im Alltag so gut umsetzbar ist, wie ich mir das vorstelle, weiß ich nicht, aber ich möchte mich zumindest jeden Tag ein paar Minuten ans Buch setzen. Meist bleibe ich dann doch am Manuskript hängen und kann nicht aufhören.
Leider habe ich diesen Monat kaum gelesen, weil mich das Buch so sehr in Anspruch genommen hat. Ich habe mir sagen lassen, dass das normal ist, aber ich würde mir auch da gerne eine Routine überlegen, damit ich wieder lesen kann. Es fehlt mir nämlich sehr. So viel wie zu meinen Bloggerzeiten wird es nicht werden, aber ganz auf andere Geschichten kann ich nicht verzichten.
Ich werde dich Ende Juli im nächsten Monatsrückblick auf den neusten Stand bringen.
Der Aufruf zur Blogparade von Melanie Hafner kam genau richtig. Wie du vielleicht weißt, blogge ich auch noch als Kunterbunte Bücherreisen über Bücher und alles was damit zu tun hat. Viele Ratgeber, egal ob Mensch oder auf Papier sagen, dass man authentisch sein soll, aber bestimmte Regeln einhalten muss, um sichtbar zu werden (oder zu bleiben). Ich möchte keine Regeln befolgen, ich möchte keinen einheitlichen Instagram-Feed oder komplett durchdachte Konzepte. Ich möchte die Pippi Langstrumpf der Blogs und Social Media sein – einfach, weil ich es kann und weil ich es liebe, spontan zu sein.
Du kannst übrigens auch bei der Blogparade mitmachen. Schreibe einfach deinen Blogartikel und anschließend postest du den Beitrag in den Kommentaren auf Melanies Blog. Vergiss dabei bitte nicht, ihren Artikel in deinem Beitrag zu verlinken.
„Zeig wer du bist“ – Was bedeutet das für mich? Ganz einfach. Ich möchte mich hier und auch auf anderen Plattformen so zeigen wie ich bin. Bisher ist mir das vermutlich ganz gut gelungen. Manchmal bin ich grüblerisch, manchmal genervt und an anderen Tagen kann ich gut mit Menschen umgehen, die mir die Tage davor graue Haare beschert haben. Und weißt du was? Das ist menschlich. Niemand ist immer superdupergutdrauf und strotzt vor Fröhlichkeit und Positivität. In dieser Welt, die aufgrund der Schnelllebigkeit oberflächlich geworden ist, zählt nur das, was Leute darstellen wollen, nicht wer sie sind. Machst du mit beim Experiment Authentizität? Ich würde mich freuen.
Jetzt kommen wir zum Kern der Sache. Wer bin ich? Ich bin (leider) viel zu hilfsbereit, zu interessiert an vielen Dingen, ich liebe es, Neues zu entdecken und Dinge zu organisieren. Das bringt mich aber immer wieder an meine Grenzen, denn NEIN sagen ist auch nicht mein Ding. Ich verzettle mich schon mal, was meine Aufgaben, die ich mir auferlegt habe, angeht und dann stehe ich da und muss alle Pläne über den Haufen werfen. Das ist übrigens auch der Grund, weshalb ich mit meinem Buch viiiiel langsamer voran komme als mir lieb ist. Und wer bin ich noch? Ich bin (zumindest in den meisten Fällen) Menschenversteherin und Problemlöserin. Das ist gar keine gute Kombination, denn ich neige dazu anderen einen Rat geben zu wollen, die sich nur ausheulen wollen. Aber ich arbeite daran – versprochen. Ich bilde mir ein, dass ich aus den letztgenannten Gründen die Befähigung habe, ein Buch über den Umgang mit dem Tod zu schreiben. Glücklicherweise schöpfe ich hier nicht aus meinen Erfahrungen, aber ich habe schon Einiges diesbezüglich beobachtet und für mich analysiert.
Als ich angefangen habe zu bloggen, habe ich auf Ratschläge von erfahrenen Menschen gehört, die mir Ihre Strategie erklärt haben und habe relativ schnell rausgefunden: Das bin ich nicht und vor allem, das will ich auch nicht sein. Ich möchte, dass meine Follower mich bis zu einem gewissen Grad kennen, ich möchte Kontakte knüpfen, die nicht nur mir Vorteile bringen, sondern allen Beteiligten und ich möchte den Austausch untereinander. Was gibt es schöneres als sich über sein liebstes Hobby, ob es das Lesen und Bücher oder das Schreiben ist, zu sprechen? Setze hier gerne ein, was auch immer du magst. 🙂 Ich möchte von anderen lernen und im Gegenzug demjenigen weiterhelfen. Das Verrückte ist: Sehr lange habe ich gedacht, ich bin ein Menschenhasser, aber das Gegenteil ist der Fall, obwohl es für mich immer noch schwer ist zu akzeptieren. Ein Führungskräfteseminar hat mir übrigens diesbezüglich die Augen geöffnet.
Was ist denn nun mein Business? Das Wort „Business“ ist ein wenig zu hoch gegriffen, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Im wahren Leben bin ich Buchhalterin, Lohnbuchhalterin und Social Media Frau der Firma (ja, drei Jobs – NEIN sagen und so) und ansonsten Bloggerin, die gerade pausiert und demnächst Autorin mit Veröffentlichungen. Mein Business ist dann wohl, dass ich dir als Leser*in dieses Artikels jetzt schon mal näherbringen möchte, dass du Anfang nächsten Jahres voraussichtlich mein Debüt kaufen kannst. Ich schätze, ich sollte dich neugierig machen, aber das würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Du musst dich also damit begnügen, dass du nun weißt, wie ich ticke.
Abonniere gerne meinen Newsletter 🙂 Dann verpasst du nichts. Die erste Version wird voraussichtlich Ende Juni erscheinen und ich verspreche, ich werde dich nicht vollspammen.
Herzlichen Glückwunsch, wenn du bis hier hin gelesen hast. Ach, und danke. Das bedeutet mir viel. <3
Der April war für mich in mehrfacher Hinsicht spannend. Nicht nur, weil ich mit meinem Projekt plötzlich richtig gut vorangekommen bin, sondern auch, weil ich beschlossen habe, jetzt offen als Autorin aufzutreten. Immerhin habe ich ja schon eine Kurzgeschichte in einer Anthologie veröffentlicht. Ich habe mir also ein Logo überlegt und diese Homepage erstellt. Ob es Prokrastination war, damit ich nicht schreiben “muss”, oder ob es der erste Schritt in die angestrebte Professionalität war, lasse ich dich selbst entscheiden. Ich bin jedenfalls froh, dass ich es jetzt schon gemacht habe.
Homepage
Wenn du diesen Text lesen kannst, bist du ganz offensichtlich auf meiner nagelneuen Homepage gelandet. Ich habe lange überlegt, wann ich damit starten soll, weil ich es immer albern fand, eine Homepage zu haben, ohne groß etwas vorweisen zu können. Andererseits habe ich jetzt so oft gelesen und gehört, dass man so früh wie möglich mit der Werbung fürs Buch starten soll. Also habe ich es einfach getan! In Sachen „Einfach mal machen, könnte ja gut werden.“ bin ich auch einfach die Meisterin.
Bisher habe ich noch nicht so viele Inhalte, was unter anderem daran liegt, weil ich immer noch an der Rohfassung meines Manuskripts sitze. Das bedeutet aber nicht, dass es hier gar keinen Content geben wird. Ich versuche in regelmäßigen Abständen über mein Projekt und über Buchthemen zu sprechen, um dich von Anfang an mitzunehmen.
Manuskript
Meine Rohfassung neigt sich dem Ende zu, allerdings hake ich gerade mal wieder an einer Stelle, daher habe ich mir überlegt, dass ich in der Zeit schon mal mit der Überarbeitung beginne. Ob das sinnvoll ist, wird sich zeigen. Ich schreibe zum ersten Mal ein Buch und muss mich erst mal finden, was gar nicht so einfach ist.
Ich habe immer gedacht, ich setze mich hin und erzähle meine Geschichte. Allerdings hat sich, als ich Teile erneut gelesen habe, gezeigt, dass ich Figuren, die ich eingeführt habe, einfach nie wieder erwähnt habe. Das darf natürlich nicht sein. Gut, dass mir das aufgefallen ist, bevor ich das Manuskript an irgendwen weitergegeben habe.
Auf Instagram kam heute die Frage im Rahmen von #autoren_gestehen auf, wie ich mit Stillstand umgehe. Die Antwort findest du hier:
Heute mal ein Sceenshot von Insta 🙂
Vorgehen
Ich bin mir noch nicht sicher, ob das die endgültige Vorgehensweise ist, aber zur Zeit bin ich damit sehr zufrieden: Ich schreibe auf dem ReMarkable vor und übertrage dann die grob geschriebenen Szenen auf den PC. Damit habe ich in kurzer Zeit einige Kapitel beenden können und bin jetzt total gespannt, wen ich dieses Mal vergessen habe, erneut zu erwähnen.
Du fragst dich jetzt, wie das sein kann? Ich plotte nicht, bzw. nur grob. Ich weiß, wie die Geschichte anfängt, wie sie aufhört und auch einige Szenen zwischendrin. Alles andere erarbeite ich mir im Laufe der Zeit. So habe ich schon ganz tolle Ideen gehabt, die ich auch direkt umgesetzt habe.
Ich habe es mit Plotten versucht, aber da ich immer wieder von dem Plan abweiche, weil mir plötzlich eine bessere Idee kam, habe ich es aufgegeben. Es soll ja einige Menschen geben, die auf diese Art schreiben.
Was im April 2025 sonst noch los war
Ich habe eine Kurzgeschichte für eine Spendenanthologie zum Thema Wölfe eingereicht und warte jetzt darauf, ob meine Geschichte angenommen wurde.
Wie schon im letzten Jahr habe ich wieder eine Weihnachtsgeschichte für die Spendenanthologie, die der Club der Selfpublisher seit mittlerweile drei Jahren herausgibt, geschrieben. Auch hier warte ich auf Rückmeldung, ob ich wieder dabei sein darf.
Ich habe als Hausaufgabe für meinen Schreibkurs eine Romanidee geplottet und eine für mich tolle Rückmeldung bekommen.
Darüber habe ich mich wirklich gefreut
Was ich im April 2025 gebloggt habe
Es ist soweit! Der allererste Blogartikel auf meiner Autorenhomepage. Ein denkwürdiger Tag. 😉
Warum muss es Selfpublishing sein? Das Thema ist mir zu wichtig, um es unter den Tisch fallen zu lassen. Ich habe in der Vergangenheit oft Diskussionen dazu führen müssen.