„Geschichten sind überall. Man muss sie nur erkennen.“
Mika Gustavson
Schon fast mein ganzes Leben lang bin ich Leserin. Wie oft habe ich mir anhören müssen, dass ich ja viel Zeit haben muss, wenn ich so viele Bücher verschlinge. Aber es ist doch so: Jeder bestimmt seine Prioritäten selbst. Wenn Menschen meinen, sie müssten Trash-TV gucken, sollen sie das tun. Für mich ist das nichts. Bevor ich den Fernseher starte, greife ich lieber um Reader oder Papierbuch. Das Paradoxe ist: Ich liebe Serien, würde sie aber niemals allein ansehen. Bei der Wahl zwischen Mattscheibe und selbst gelesener Geschichte gewinnt immer das Buch.
Solange ich denken kann, bin ich mit Geschichten umgeben. Als Kind wurde mir vorgelesen und sobald ich es selbst konnte, habe ich erst Bücher in Schreibschrift, dann in Druckschrift gelesen. Mein erstes Buch, das ich selbst gelesen habe und an das ich mich bewusst erinnere, hieß “Feuerschuh und Windsandale” von Ursula Wölfel. Worum es da ging, weiß ich heute nicht mehr, aber ich meine mich zu erinnern, es öfter gelesen zu haben. Die Liebe zu Geschichten wurde mir vermutlich in die Wiege gelegt, denn auch meine Eltern lesen viel. Mir der Zeit hat es sich in die Richtung entwickelt, dass ich in meiner Jugend und bis zur Erfindung von Social Media nur mit Buch in der Hand existiert habe. Jede freie Sekunde musste mit einer Geschichte aufgefüllt werden. Ob es die Fahrt zur Schule oder Arbeit war oder die Werbepause im TV lief, der Griff zum Buch war normal für mich. Kennst du das Buch “Book Love” von Debbie Tung? Das könnte ich geschrieben haben. Mein Mann fragte mich kürzlich, ob ich in Kapiteln leben würde. Kurz verstand ich die Frage nicht, aber dann fiel es mir ein: „Ich muss noch das Kapitel beenden, bevor ich … “ ist einer der Sätze, die bei uns zu Hause am meisten benutzt werden. Vor der Zeit der E-Books war es nicht immer leicht, das aktuelle Buch mitzunehmen, also habe ich mir Geschichten zu Menschen, Orten oder weiß der Kuckuck was ausgedacht. Leider ist mir dieses „exzessive“ Lesen ein wenig abhanden gekommen, aber ich arbeite dran, wieder ich selbst zu werden.
Kennst du die Frage, ob du nur liest oder auch Hörbücher hörst? Gerade auf Social Media sind manche der Meinung, dass vorgelesene Bücher nicht in die Statistik (wenn man eine führt) einfließen dürfen. Für mich ist das unverständlich, denn alles, was Kopfkino in mir auslöst, ist für mich eine Geschichte, die ich als “gelesen” deklariere. Sie wurde ja gelesen, nur nicht von mir. 😉 Das beste Beispiel ist für mich die Weitseher-Reihe von Robin Hobb. Ich habe die gesamte Reihe, immerhin 10 Teile zu je ungefähr 40 Stunden, als Hörbuch gehört, gelesen vom wunderbaren Matthias Lühn. Ich habe mit Fitz mitgelitten, habe mich mit ihm gefreut und all seine großen und kleinen Probleme gefühlt. Es ist nicht so, dass man bei der Reihe vor Spannung umkommt, aber die Autorin hat es raus, Atmosphäre zu schaffen, Charaktere so tief zu zeichnen, dass ich als Leserin denke, ich würde sie persönlich kennen. Nicht selten habe ich von den Figuren geträumt. Und immer wieder dachte ich: Ich will genau das auch können. Ich möchte Menschen verzaubern können, die sich auf mein Buch einlassen und alles daran lieben. Ich will es schaffen, dass Leser eine Gänsehaut bekommen, wenn sie von meinen Büchern erzählen, so wie es mir geht, wenn ich beispielsweise von der Weitseher-Reihe spreche. Falls ich es je schaffen sollte, ist es ein weiter Weg, das weiß ich selbst. Aber ich habe mal gehört, dass man sich große Ziele setzen soll.
Für diesen Blogbeitrag habe ich darüber nachgedacht, was das Lesen oder eher gesagt, was Geschichten für mich bedeuten. Die Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn es ist für mich so viel mehr als nur Entspannung bei der Lektüre. Kennst du das Gefühl, wenn du ein neues Buch beginnst und die Figuren erst nach und nach kennenlernst? Für mich ist es genauso schön, neue Figuren zu entdecken als auch altbekannte Freunde wiederzutreffen. Vor meiner Bloggerzeit habe ich es geliebt, sehr dicke Bücher (ab 600 Seiten aufwärts) oder Reihen zu lesen. Leider hat das Bloggen in gewisser Weise meine Freude am Lesen gedämpft. Ich musste immer mehr und vor allem schneller lesen, um mehrmals in der Woche im gleichen Rhythmus Rezensionen zu veröffentlichen. Es ging dem entgegen, was ich immer gelebt habe: Geschichten leben, statt sie zu konsumieren. Unter anderem aus diesem Grund habe ich aufgehört, einen Blog zu führen. Mit dem Lesen werde ich wahrscheinlich niemals aufhören. Es gibt für mich wenig Schöneres als eine Geschichte, die so geschrieben ist, dass sie bei mir Kopfkino erzeugt. Das ist so viel besser als auf einen Bildschirm zu sehen und von anderen Menschen visualisierte Gedanken zu beobachten. Findest du nicht auch?
Eins muss ich noch loswerden: Lesen ist keine Flucht vor der Realität. Zumindest nicht nur. Natürlich möchte man nach einem besonders üblen Tag einer guten Geschichte versinken, aber es ist so viel mehr als das. Wo sonst kann man so vielfältige Abenteuer erleben, Menschen kennenlernen und Orte besuchen? Und das wann immer man Lust darauf hat. Man muss nicht verreisen, muss nicht mal den Ort verlassen, an dem man gerade ist.
Letztendlich hat mich meine Liebe zu Geschichten hat dazu gebracht, selbst schreiben zu wollen. Als Kind oder Jugendliche habe ich nichts von dem, was sich in meinem Kopf abgespielt hat, aufgeschrieben. Heute bereue ich es. Ich habe zu wenig Schreibpraxis, weil die Storys nur in meinem Kopf lebendig wurden. Für mich ist es oftmals schwer, sie in Worte zu fassen. Aber ich arbeite daran, jeden Tag besser zu werden und bin dankbar für all die Hilfe die ich von Menschen aus der Buchbubble bekomme.
Als ich kürzlich über das Thema Schreiben nachgedacht habe, habe ich Folgendes festgestellt: Schon als Bloggerin habe ich gemerkt, wie gut es mir tut, meine Gedanken, egal welcher Art, aufzuschreiben. Also habe ich erst Kurzgeschichten geschrieben und schließlich angefangen, einen Roman zu schreiben. Geschichten geben mir Ruhe und Entspannung, ganz egal, ob ich sie selbst schreibe oder sie lese. Ich wünsche mir, dass mehr Menschen in dieser unruhigen Welt verstehen, welche Macht Worte haben und dass sie sich überwinden können, mit dem Lesen anzufangen.
Erzähl es mir gern deine Meinung zu dem Thema in den Kommentaren.
Keine Angst, du hast nichts verpasst. Mein Buch ist noch nicht erschienen, aber ich arbeite hart daran. Fast die gesamte freie Zeit an Ostern habe ich mit Überarbeiten verbracht und sehe endlich, dass es absehbar wird, bis dieser Schritt abgeschlossen ist.
Ohne Sichtbarkeit kein Buchverkauf
Es gibt heute ein Thema, über das ich mit dir sprechen möchte und das mich schon seit langer Zeit beschäftigt: Sichtbarkeit. Seit ungefähr fünf Jahren bekomme ich mit, wie viel Einsatz Autoren zeigen müssen, um gesehen zu werden. Das betrifft nicht nur Selfpublisher, auch Autoren, die bei kleinen Verlagen veröffentlichen und auch diejenigen, die noch keinen Bestseller geschrieben haben. Wenn du mich als Bloggerin kennst, weißt du, dass ich seit dem Jahr 2021 sehr viele SP-Bücher gelesen und rezensiert habe und zum größten Teil Selfpublisher im Podcast zu Gast hatte. Ich habe mir zuvor nie so richtig Gedanken darüber gemacht, wie die Bücher zu den Lesern kommen. Über Social Media bin ich nach einiger Zeit in diese Bubble geraten und habe darüber viele Neuerscheinungen mitbekommen. Allerdings liegt es in der Natur der Sache, dass man bei Instagram & Co. nicht alles angezeigt bekommt, das einen interessiert – Stichwort Algorithmus.
Social Media oder nicht?
Ich überlege schon eine Weile, ob ich mich bei Social Media löschen soll, aber im Grunde könnte ich es dann direkt sein lassen, mein Buch zu veröffentlichen. Es gibt im realen Leben kaum Chancen, zu verbreiten, dass ein neues Buch erschienen ist. Also bleibe ich und hoffe, dass ich demnächst Menschen erreichen werde. Eine andere Möglichkeit sehe ich zur Zeit nicht. Ich habe Anfang des Jahres angefangen, bei Mastodon aktiv zu werden. Falls du es nicht kennst: Mastodon wird von unabhängigen Servern verwaltet, die nicht zentralisiert sind. Außerdem gibt es keinen Algorithmus. Du musst dir also mühsam deine Interessen selbst zusammensuchen. Allerdings ist die Stimmung deutlich besser und die User sind um einiges freundlicher.
Leser, die über Bücher sprechen, sind das Wichtigste!
Autoren brauchen Hilfe von Lesern. Vor allem Autoren, die bei kleinen Verlagen veröffentlichen und auch Selfpublisher sind darauf angewiesen, dass Leser über ihr Buch sprechen. Sei es als Instagram/Facebook/was-weiss-ich-Post oder bei TikTok oder in Form einer Rezension. Für diese Autoren ist Sichtbarkeit ein großes Thema, denn sie haben keinen großen Verlag hinter sich, der (wenn man gute Bedingungen ausgehandelt hat) für sie Werbung schaltet, Bücher in Netgalley bereitstellt oder sonstige Marketingaktionen ins Leben ruft. Sie müssen selbst aktiv werden und vor allem müssen sie kreativ werden. Manchmal müssen sie auch Klinken putzen bei Buchhandlungen, Büchereien oder weiß der Kuckuck, wo man noch Bücher loswerden kann – der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
An dieser Stelle kommen die Leser ins Spiel. Mundpropaganda ist und bleibt unschlagbar, um unbekannte Bücher bekannter zu machen. Daher eine Bitte an alle Leser: Redet über die Bücher, die euch gefallen haben. Entweder als Rezension (ich weiß, das traut sich nicht jeder zu), als Story/Post in Instagram oder sogar als Reel, was auch immer euch einfällt. Jede noch so kleine Aufmerksamkeit hilft, denn wenn niemand weiß, dass es das Buch gibt, kann es keiner kaufen. Du glaubst nicht, auf wie viele Bücher ich auf diese Weise aufmerksam gemacht wurde. Probier es einfach aus.
Du kannst dich auch für den Newsletter eines Autoren anmelden (bei meinem musst du nur nach rechts unten scrollen, dann findest du die Eingabemaske). Der Vorteil ist, dass du ausgewählte Informationen schon vor allen anderen bekommst. Es ist auch möglich, bei Entscheidungen zu helfen, wenn der Versender des Newsletters um Hilfe fragt. Noch heute melde ich mich bei anderen Autoren an, um keine Informationen zu verpassen.
Du merkst, das Thema liegt mir sehr am Herzen. Nicht nur, weil es mich zukünftig auch betrifft, sondern vor allem, weil es so viele tolle Geschichten da draußen gibt, die von so wenig Leuten entdecket werden. Ich möchte mal als positives Beispiel Elvira Zeissler nennen. Sie hat es mit ihrer Wortweberin-Reihe geschafft, dass ihre Bücher in diversen Buchläden überall in Deutschland verkauft werden. Und das als Selfpublisherin! Das hat sie unter anderem den Menschen zu verdanken, die anderen von der Reihe erzählt haben.
Schreib mir gerne in den Kommentaren, was du über das Thema denkst.
Ich würde mich freuen, wenn du dich für meinen Newsletter anmeldest oder mir auf Social Media folgest. Hier kannst du mich finden:
Ich sehe gerade, dass ich im Jahr 2026 noch gar kein Lebenszeichen von mir gegeben habe. Das möchte ich jetzt ändern. In den letzten Tagen ist nämlich richtig viel passiert bei mir.
Zunächst habe ich soeben die vorerst letzte Überarbeitungsrunde gestartet. Im April sollen die Testleser das Manuskript bekommen. Mai, Juni, Juli werde ich nutzen um meiner Lektorin und der Korrektorin die überarbeitete Version zu geben. Zeitgleich wird mein Cover erstellt. Darauf bin ich besonders gespannt. Ich habe schon eine vage Idee, wie das Buch aussehen soll, aber ich lasse den Coverdesigner natürlich trotzdem freie Hand.
Für mich ist das alles wahnsinnig aufregend, weil ich ständig zwischen „Ich veröffentliche ein Buch!“ und „Was zur H*** hab ich mir da angetan?“ schwanke. Man hört so oft, dass Leute Bücher schreiben, sie aber nie zu Ende bringen. Warum also sollte ich zu denen gehören, die es schaffen? Mindestens einmal am Tag zweifle ich an mir, an dem Buch oder an der Welt. Das ist normal, sagst du? Ja, habe ich auch gehört. Aber schön ist es trotzdem nicht.
Ich habe eine ganz frische Neuigkeit für dich: Heute ist meine Teilnahme als Ausstellerin bei der RE Buch in Recklinghausen am 26. September 2026 bestätigt worden. Eigentlich wollte ich mein Buch erst zur Buch Berlin einen Monat später veröffentlichen. Ich bin nicht sicher, ob der Zeitdruck gut oder schlecht ist. Erfahrungsgemäß arbeite ich unter Druck besser.
Mehr News gibt´s erst mal nicht. Ich geh mal weiterschreiben.
Ab jetzt möchte ich dich regelmäßig auf meiner Reise zum ersten eigenen Buch mitnehmen. Ich habe geplant, DKzL im Sommer zu veröffentlichen und möchte ein paar kleine Messen als Aussteller besuchen. Welche das sein werden, weiß ich noch nicht so genau. Das werde ich voraussichtlich im Januar planen.
In der letzten Zeit habe ich schon öfter den Hinweis bekommen, dass ich ein Schreibtagebuch führen soll. Angeblich motiviert es dazu, regelmäßig dranzubleiben. Also habe ich es im Oktober ausprobiert und ich muss sagen, dass ich viel regelmäßiger geschrieben habe, wenn ich mir selbst Bericht erstatten musste. Klingt etwas seltsam, ist aber so. Das werde ich auf jeden Fall fürs Erste beibehalten.
Nachdem ich mir die Folge von Dailyklappentext mit meinem Interview angehört habe, wurde mir klar, dass ich alles völlig falsch angegangen bin. Obwohl ich es besser wusste, habe ich gedacht, dass ich die Superheldin meines Lebens bin und natürlich nicht plotten muss. Immerhin weiß ich ja, was am Anfang, in der Mitte und am Ende passiert. Ich spoiler mal: Es hat natürlich nicht so funktioniert, wie ich es mir gedacht habe.
Ich war schon fertig mit der Rohfassung und wollte zum Überarbeiten übergehen, nur um festzustellen, dass mein grobes Buch langweilig ist. Also habe ich was gemacht? Richtig, geplottet. Nicht bis ins Detail, aber doch schon kapitelweise, allerdings immer, bevor ich das Kapitel geschrieben habe und nicht die ganze Handlung vorab. Im Grunde habe ich noch mal von vorne begonnen. Ein paar Kapitel habe ich übernommen, die grobe Richtung auch.
Mein Ziel für Oktober war: Rohfassung 2.0 fertigstellen. Ob mir das gelungen ist?
Insgesamt habe ich weniger schwer damit getan, regelmäßig dranzublieben. Darauf habe ich jetzt seit ungefähr zehn Monaten gewartet. Ich habe mir vorgenommen, jeden Tag mindestens eine Pomodoro (25 Minuten) zu schreiben. Wenn es mehr wird, ist das super, wenn nicht, dann bleibt es dabei. Falls ich es nicht schaffe, zum Beispiel, wenn ich unterwegs bin, dann ist das nicht schlimm, Hauptsache, ich mache danach einfach weider weiter.
Diesen Monat habe ich beim Clubbooktober vom Club der Selfpublisher mitgemacht und muss sagen, dass es doch ganz schön viel Arbeit ist, für jeden Tag einen Post vorzubereiten und das noch zusätzlich zu den “Standardposts”. Daher ist mir das zwar von der reinen Schreibzeit abgegangen, aber ich kann trotz allem verkünden, dass ich es geschafft habe. Ich habe endlich meine Rohfassung fertig und habe mich diesmal nicht mehr so verloren gefühlt wie beim ersten Versuch.
Ich habe auch festgestellt, dass der Herbst für mich offenbar eine gute Schreibzeit ist. Fast glaube ich, dass der Winter ebenso gut wird. Ich bin richtig im Flow und habe viele Ideen, nach denen ich im Sommer gesucht habe. Nachdem ich das Manuskript fertiggestellt habe, sind mir immer wieder kleine Details eingefallen, die ich in DKzL noch unterbringen will.
Anfang des Monats habe ich mit einer Kurzgeschichte angefangen, die ich bei einer Ausschreibung einreichen wollte. Während des Schreibens sind mir so viele Ideen gekommen, dass ich beschlossen habe, dass es mein nächstes Buchprojekt wird. Es wird ganz anders werden als DKzL und auch kein schweres Thema haben. Was es sein wird, werde ich demnächst hier berichten.
Für den Froschköniginnen-Award habe ich mich dafür gemeldet, eine Geschichte beizusteuern. Das wird mein Projekt für den Beginn des Novembers. Eigentlich hätte ich gerne den NaNoWriMo (den es ja so nicht mehr gibt) mitgemacht, aber ich fürchte, dass ich mit keiner Geschichte so weit sein werde, dass ich “mal eben” 50.000 Wörter schaffen werde.
Alles in allem war der Oktober für mich sehr produktiv und so kann es gerne weitergehen.
Ende Mai war es soweit: Bis auf zwei Kapitel am Ende hatte ich meine Rohfassung beendet. Das Problem: Ich wusste zwar, wohin ich wollte, fand den Weg dahin aber nicht. Mein Motto ist in dem Zusammenhang „Kommt Zeit, kommt Rat.“, denn gerade was das Schreiben angeht, ist es bei mir so, dass es nur gut läuft, wenn ich mir keinen Stress mache. Zum Beispiel finde ich die besten Ideen unter der Dusche, wenn ich nichts aufschreiben kann. Oder wenn ich auf dem stillen Örtchen sitze. Da habe ich üblicherweise auch nichts zum Schreiben dabei, sollte ich mir aber mal angewöhnen. Ich war also total happy, dass ich es endlich geschafft habe, wusste aber auch, dass die Überarbeitung noch mal sehr viel Zeit und Hirn in Anspruch nimmt.
Dann habe ich zufällig den Überarbeiten-Kurs von der Romanschule entdeckt und dachte mir, es könnte ja nicht schaden, mir anzueignen, wie man am besten Überarbeitet. Ich habe mir vorgestellt, dass ich ein Kapitel nach dem nächsten lese und verbessere. Dann wurde mir klar: Ich weiß gar nicht, wie genau man sein Geschriebenes verbessern soll. Das Handwerkszeug, das ich in den letzten Monaten im Kreativ-Schreiben-Kurs gelernt habe, reicht zwar aus, aber ich war mir nicht so klar darüber, wie man am Besten vorgeht. Also habe ich den Kurs gebucht und bin gerade fleißig dabei, mir die Module anzusehen, die Aufgaben zu bearbeiten und Live-Webinare zu besuchen. Das Gute ist: Es hat mir total viel gebracht, das Schlechte: Ich muss mein Buch gefühlt komplett neu schreiben.
Die Klarheit kam beim ersten Überarbeitungsschritt, der Zusammenfassung der Handlung. Ich habe festgestellt, dass ziemlich am Anfang, schon in Kapitel drei, etwas nicht rund ist. Jetzt muss ich von da an die Handlung anpassen. Gut ist außerdem, dass ich festgestellt habe, dass meine Art zu schreiben sich innerhalb des Buches verändert hat. Anfangs habe ich ziemlich viel erzählt und wenig gezeigt – die übliche Falle eben, dann habe ich auf einmal angefangen zu zeigen. Keine Ahnung, wann und warum das passiert ist. Aber mir zeigt das, dass ich irgendwas begriffen haben muss ohne es aktiv zu bemerken.
Ich bin jetzt noch mal alle Kapitel durchgegangen und habe mir entsprechende Anmerkungen gemacht. Mein Plan ist, dass ich den kompletten Juli für die erste Überarbeitung nutze und mich dann hoffentlich traue, Testleser zu kontaktieren. Ob das im Alltag so gut umsetzbar ist, wie ich mir das vorstelle, weiß ich nicht, aber ich möchte mich zumindest jeden Tag ein paar Minuten ans Buch setzen. Meist bleibe ich dann doch am Manuskript hängen und kann nicht aufhören.
Leider habe ich diesen Monat kaum gelesen, weil mich das Buch so sehr in Anspruch genommen hat. Ich habe mir sagen lassen, dass das normal ist, aber ich würde mir auch da gerne eine Routine überlegen, damit ich wieder lesen kann. Es fehlt mir nämlich sehr. So viel wie zu meinen Bloggerzeiten wird es nicht werden, aber ganz auf andere Geschichten kann ich nicht verzichten.
Ich werde dich Ende Juli im nächsten Monatsrückblick auf den neusten Stand bringen.
Der Aufruf zur Blogparade von Melanie Hafner kam genau richtig. Wie du vielleicht weißt, blogge ich auch noch als Kunterbunte Bücherreisen über Bücher und alles was damit zu tun hat. Viele Ratgeber, egal ob Mensch oder auf Papier sagen, dass man authentisch sein soll, aber bestimmte Regeln einhalten muss, um sichtbar zu werden (oder zu bleiben). Ich möchte keine Regeln befolgen, ich möchte keinen einheitlichen Instagram-Feed oder komplett durchdachte Konzepte. Ich möchte die Pippi Langstrumpf der Blogs und Social Media sein – einfach, weil ich es kann und weil ich es liebe, spontan zu sein.
Du kannst übrigens auch bei der Blogparade mitmachen. Schreibe einfach deinen Blogartikel und anschließend postest du den Beitrag in den Kommentaren auf Melanies Blog. Vergiss dabei bitte nicht, ihren Artikel in deinem Beitrag zu verlinken.
„Zeig wer du bist“ – Was bedeutet das für mich? Ganz einfach. Ich möchte mich hier und auch auf anderen Plattformen so zeigen wie ich bin. Bisher ist mir das vermutlich ganz gut gelungen. Manchmal bin ich grüblerisch, manchmal genervt und an anderen Tagen kann ich gut mit Menschen umgehen, die mir die Tage davor graue Haare beschert haben. Und weißt du was? Das ist menschlich. Niemand ist immer superdupergutdrauf und strotzt vor Fröhlichkeit und Positivität. In dieser Welt, die aufgrund der Schnelllebigkeit oberflächlich geworden ist, zählt nur das, was Leute darstellen wollen, nicht wer sie sind. Machst du mit beim Experiment Authentizität? Ich würde mich freuen.
Jetzt kommen wir zum Kern der Sache. Wer bin ich? Ich bin (leider) viel zu hilfsbereit, zu interessiert an vielen Dingen, ich liebe es, Neues zu entdecken und Dinge zu organisieren. Das bringt mich aber immer wieder an meine Grenzen, denn NEIN sagen ist auch nicht mein Ding. Ich verzettle mich schon mal, was meine Aufgaben, die ich mir auferlegt habe, angeht und dann stehe ich da und muss alle Pläne über den Haufen werfen. Das ist übrigens auch der Grund, weshalb ich mit meinem Buch viiiiel langsamer voran komme als mir lieb ist. Und wer bin ich noch? Ich bin (zumindest in den meisten Fällen) Menschenversteherin und Problemlöserin. Das ist gar keine gute Kombination, denn ich neige dazu anderen einen Rat geben zu wollen, die sich nur ausheulen wollen. Aber ich arbeite daran – versprochen. Ich bilde mir ein, dass ich aus den letztgenannten Gründen die Befähigung habe, ein Buch über den Umgang mit dem Tod zu schreiben. Glücklicherweise schöpfe ich hier nicht aus meinen Erfahrungen, aber ich habe schon Einiges diesbezüglich beobachtet und für mich analysiert.
Als ich angefangen habe zu bloggen, habe ich auf Ratschläge von erfahrenen Menschen gehört, die mir Ihre Strategie erklärt haben und habe relativ schnell rausgefunden: Das bin ich nicht und vor allem, das will ich auch nicht sein. Ich möchte, dass meine Follower mich bis zu einem gewissen Grad kennen, ich möchte Kontakte knüpfen, die nicht nur mir Vorteile bringen, sondern allen Beteiligten und ich möchte den Austausch untereinander. Was gibt es schöneres als sich über sein liebstes Hobby, ob es das Lesen und Bücher oder das Schreiben ist, zu sprechen? Setze hier gerne ein, was auch immer du magst. 🙂 Ich möchte von anderen lernen und im Gegenzug demjenigen weiterhelfen. Das Verrückte ist: Sehr lange habe ich gedacht, ich bin ein Menschenhasser, aber das Gegenteil ist der Fall, obwohl es für mich immer noch schwer ist zu akzeptieren. Ein Führungskräfteseminar hat mir übrigens diesbezüglich die Augen geöffnet.
Was ist denn nun mein Business? Das Wort „Business“ ist ein wenig zu hoch gegriffen, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Im wahren Leben bin ich Buchhalterin, Lohnbuchhalterin und Social Media Frau der Firma (ja, drei Jobs – NEIN sagen und so) und ansonsten Bloggerin, die gerade pausiert und demnächst Autorin mit Veröffentlichungen. Mein Business ist dann wohl, dass ich dir als Leser*in dieses Artikels jetzt schon mal näherbringen möchte, dass du Anfang nächsten Jahres voraussichtlich mein Debüt kaufen kannst. Ich schätze, ich sollte dich neugierig machen, aber das würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Du musst dich also damit begnügen, dass du nun weißt, wie ich ticke.
Abonniere gerne meinen Newsletter 🙂 Dann verpasst du nichts. Die erste Version wird voraussichtlich Ende Juni erscheinen und ich verspreche, ich werde dich nicht vollspammen.
Herzlichen Glückwunsch, wenn du bis hier hin gelesen hast. Ach, und danke. Das bedeutet mir viel. <3
Wenn mir jemand vor fünfzehn Jahren gesagt hätte, dass ich in diesem Jahr ein Buch im Selfpublishing veröffentlichen möchte, hätte ich demjenigen wohl einen Vogel gezeigt. Mit meinem ersten E-Book-Reader, den ich im Jahr 2010 (glaube ich) bekommen habe, habe ich mir einige Bücher von Amazon heruntergeladen. Damals war mir gar nicht so richtig bewusst, dass es sich zum Teil um Selfpublisher gehandelt hat, weil ich mich zu dem Zeitpunkt nicht damit befasst habe. Einen Großteil dieser Bücher habe ich abgebrochen, weil sie einfach unlesbar waren. Ich finde, dass sich dieser Teil der Branche merklich verändert hat. Natürlich gibt es immer noch Bücher, die ein fürchterliches Cover haben oder die nicht lektoriert sind oder vor Fehlern strotzen, aber das ist – zumindest in meiner Bubble – die Ausnahme. In letzter Zeit habe ich festgestellt, dass Verlagsbücher weniger professionell sind als noch vor einiger Zeit. Hier finden sich Fehlerchen, die einem Lektorat hätte auffallen müssen und auch Rechtschreibfehler oder sogar grobe Schnitzer wie falsche Namen oder ähnliches durfte ich schon finden.
Ende 2021 bin ich über meinen Blog Kunterbunte Bücherreisen das erste Mal mit Menschen in Berührung gekommen, die ihre Bücher in Alleinregie veröffentlichen. Wie ich auf die Idee kam, dass ich genau diese Autoren unterstützen möchte, kann ich nicht mehr genau sagen. Irgendwann ist die Idee entstanden, dass ich einen Podcast machen könnte, der zum größten Teil Selfpublisher zu Gast hat. Nach und nach hatte ich immer mehr Einblick in diese Welt und gleichzeitig habe ich mehr über die Zusammenarbeit mit Verlagen gelernt. Die Erfahrungen, von denen ich gehört habe, mögen Einzelfälle sein, aber es hat mich darin bestärkt, dass ich ein Buch, das ich in ferner Zukunft schreiben wollte, auf jeden Fall selbst herausbringen würde.
Es gibt aber noch mehr Gründe: Ich bin unglaublich ungeduldig. Wenn ich mir vorstelle, ich würde mein Manuskript an einen Verlag oder eine Agentur schicken und würde monatelang nichts hören, werde ich wahnsinnig. Dann dauert es ja auch noch mal ewig, bis das Buch veröffentlicht wird – sofern man eine positive Rückmeldung bekommt bzw. die Agentur einen Verlag findet. Wenn ich Pech habe, darf ich mir mein Cover nicht selber aussuchen und muss das nehmen, das der Verlag mir aufdrückt. Und was ist mit dem Titel? Der wird unter Umständen auch vom Verlag bestimmt. Nicht immer, aber das Risiko will ich nicht eingehen. Kürzlich habe ich von einer Autorin gelesen, dass sie mit dem Verlag Cover und Titel abgestimmt hat und plötzlich wurde beides komplett geändert. Zur völligen Unzufriedenheit der Autorin.
Ich habe es gerne selber in der Hand, auch wenn das bedeutet, dass es teuer ist und dass es mehr Arbeit ist als das Buch zu schreiben, das Lektorat einzuarbeiten und vielleicht noch etwas Werbung zu machen, verkürzt gesagt. ich muss mir meinen Lektor, meinen Korrektor und Coverdesigner (natürlich auch *in) selber suchen, aber dann bekomme ich auch den Menschen, mit dem ich gut zusammenarbeiten kann. Ich möchte einfach nicht, dass jemand über meinen Kopf hinweg entscheidet, was in meinem Buch stehen soll und mir Vorgaben macht.
Was die Veröffentlichung selber angeht: Auch hier möchte ich den Zeitpunkt frei entscheiden können. Ich möchte nicht unter Druck gesetzt werden, um einen Termin halten zu müssen. Es kann so viel im realen Leben passieren, da will ich nicht noch was mein Hobby angeht, Stress haben. Allerdings bin ich mal sehr gespannt, wie nervenaufreibend die Veröffentlichung ohne eigene Erfahrungswerte wird. Ich habe nur eine theoretische Ahnung, und die nicht mal umfassend, was zu tun ist, wenn man selbst veröffentlicht. Aber soweit ist es ja noch nicht. Ich vertraue einfach mal darauf, dass ich in der Lage bin, mir Dinge eigenständig anzueignen und dass mir das auch hier weiterhelfen wird.
Ich schließe trotzdem nicht aus, dass ich irgendwann vielleicht doch über einen Verlag veröffentlichen möchte und es ausprobieren werde. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das für mich aber noch undenkbar.
Wie stehst du zu Büchern aus dem Selfpublishing? Schreib es mir gern in die Kommentare.
Ich habe lange überlegt, wann und wie ich anfangen soll, über mein Projekt zu schreiben. Viele kluge Menschen haben gesagt: „So früh wie möglich.“
Falls du noch nicht über meine Über-mich-Seite gefallen bist, die zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sehr aussagekräftig ist, stelle ich mich erst mal vor: Ich bin Nadine, komme aus dem Ruhrpott und traue mich gar nicht offiziell zu sagen, dass ich Autorin bin. Warum das so ist? Ich fühle mich, als wäre ich eine Hochstaplerin. Autoren sind für mich Menschen, die schon mindestens ein Buch veröffentlicht haben und am laufenden Band Geschichten in die Welt entlassen. Ich habe immerhin schon 1/24stel Buch herausbringen lassen – wenn man das so sagen kann. Denn im letzten Jahr ist eine Kurzgeschichte von mir in einer Spendenanthologie erschienen. Mehr darüber kannst du unter dem Punkt Bücher finden.
Ich habe schon vor einiger Zeit angefangen zu schreiben, allerdings nur Kurzgeschichten für Wettbewerbe oder Challenges. Seit ein paar Jahren nehme ich an einem Online Kurs für Kreatives Schreiben teil und habe festgestellt, dass einige Tricks und Kniffe, die mir in Büchern aufgefallen sind, durchaus ihren Sinn haben. Ähnlich wie bei meinem (wie sagt man) Brotjob: Erst als ich die Fortbildung gemacht habe, habe ich verstanden, warum ich seit Jahren bestimmte Abläufe so mache, wie ich sie eben mache.
Bereits im Jahr 2024 habe ich halbherzig versucht, meine Geschichte, die mir seit längerem im Kopf rumspukt, aufzuschreiben. Ich hatte aber weder ausreichend Energie, noch Durchhaltevermögen. Aber da das Jahr 2025 mein Jahr werden soll, habe ich beschlossen, dass ich grob Ende des Jahres DKzL – das ist der Arbeitstitel, der mir nicht mal besonders gefällt – zu veröffentlichen. Ich beschäftige mich seit über drei Jahren mit dem Thema Selfpublishing und habe für mich beschlossen, dass es genau so erscheinen soll. Die Gründe dafür werde ich dir in einem weiteren Blogpost näherbringen.
Hier nehme ich dich Schritt für Schritt mit auf dem Weg zur Veröffentlichung. Ich habe noch weitere Ideen für Bücher, so dass ich das Procedere bestimmt noch öfter wiederholen werde.
Wenn du fast live dabei sein möchtest, folge mir gerne. Hier oder auf Social Media. Diese Seite werde ich nach und nach noch etwas ansprechender gestalten. Wenn du Tipps hast: Immer her damit. 🙂